Eingewöhnungsphase

Die besondere Bedeutung der Eingewöhnung

Jedes Kind bewältigt Übergänge in seinem Tempo. Es bekommt die Zeit für seine Eingewöhnung (egal vom Elternhaus in den Kindergarten oder von der Krippe in den Kindergarten) die es braucht.

Je nach Ressourcen und bisherigen Erfahrungen erlebt das Kind die erste Zeit als mehr oder weniger stressreich und belastend. Starke Gefühle sind immer dabei. In der Folgezeit erprobt das Kind neue Verhaltensweisen um sich in die neue Situation einzufinden und seine Alltagsroutinen wiederherzustellen. Der Übergang in den Kindergarten ist als gelungen anzusehen, wenn Kinder ihr Wohlbefinden zum Ausdruck bringen, sozialen Anschluss gefunden haben und die Bildungsangebote aktiv für sich zu nutzen. Erfolgreiche Übergangsbewältigung stärkt das Kind und bereichert seine Identität. Es erfährt, dass Übergänge eine Herausforderung sind und keine Belastung. Es erlangt Selbstvertrauen, Flexibilität und Gelassenheit mit Blick auf weitere Übergänge.

Unsere Ziele für eine erfolgreiche Eingewöhnung bzw. Übergangsbewältigung:

  • Das Kind soll starke Emotionen und die Veränderung bewältigen können.
  • Das Kind soll neue Kompetenzen erwerben können und neue Beziehungen aufnehmen
  • Das Kind soll lernen, eine neue Identität und Rolle in der Gruppe finden können.
Eingewöhnung bei uns

„Schnuppertage“ vor Eintritt in den Kindergarten helfen dem Kind, die neue Umgebung kennen zu lernen, erstes Vertrauen zu fassen und erste Kontakte zu knüpfen.

Zuerst ist die gemeinsame Zeit von Kindern und einem Elternteil in der Einrichtung wichtig, hier beginnt der Aufbau von Beziehungen zu den Erzieherinnen und den Kindern in der Gruppe. Dann kommt die Phase von den ersten kurzen Trennungen zur allmählichen Ausdehnung auf die gewünschte Zeit, die das Kind selbständig in der Kita verbringt. Abschluss der Eingewöhnung ist, wenn das Kind sich in Stresssituationen von einer Fachkraft beruhigen lässt und die Lernangebote der neuen Umgebung annimmt und für sich nutzt.

Wie lange die Eingewöhnung dauert, richten wir nach jedem Kind individuell und berücksichtigen dabei Entwicklungsstand, Familienstruktur und bisherige Erfahrung mit einer Fremdbetreuung. Ein offener und intensiver Dialog mit den Eltern ist uns in der Phase der Eingewöhnung sehr wichtig!

Unsere Eingewöhnungsphase richtet sich in Anlehnung an das „Münchener Eingewöhnungsmodell“

Eine wichtige Rolle in der Eingewöhnungsphase ist aus das Loslassen der Eltern. Ein gegenseitiger Vertrauensaufbau zwischen Eltern und dem KiTa-Personal ist für den Erfolg der Phase sehr wichtig. Einigen Eltern fällt das Loslassen ihrer Kinder sehr schwer. Für uns ist dies ein Zeichen starker Bindung zum Kind. Dies ist auch gut so. Hier ist es wichtig, ein Gespräch mit dem KiTa-Personal zu führen, wie man die Phase der Eingewöhnung einteilt, damit alle Beteiligten einen guten Start haben.

Für das Personal ist es wichtig, bisherige Interessen und Rhythmen des Kindes zu kennen. Es gibt bei uns in der Einrichtung einen Kennenlernbogen. Dieser ist für das Personal insofern wichtig, zu wissen, welche Vorlieben oder Ablehnungen das Kind hat oder auch die bisherige häusliche oder anderweitige Betreuungssituation kennenzulernen und abzuschätzen, wie die Eingewöhnungszeit am besten gestaltet werden kann.